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Kanji Iaido |
Tokugawa Ieyasu (1543-1616) konnte sich Anfang des 17. Jhts. (1600 Schlacht von Sekigahara, 1603 Ieyasu wird Shogun) gegen alle seine Gegner siegreich durchsetzen und es ging eine lange Zeit des Bürgerkriegs in Japan zu Ende. Neue Formen und Stile des Iaido kamen auf und wurden miteinander vermischt. Fast alle beruhten auf einer Ausgangssituation, die darin bestand, dass jemand in das Haus eines anderen geschickt wurde, um diesen gefangen zu nehmen oder zu töten. Oft geschah das sozusagen nicht offiziell sondern um des Vorteils der Überraschung willens während eines Besuches. Eine gefährliche Situation für Gast und Gastgeber, wo ein plötzlicher Angriff in einem Moment der Unaufmerksamkeit leicht Erfolg haben konnte, z.B. beim Verbeugen oder bei der Verabschiedung. Aus der Situation des Einander-gegenüber-Sitzens leitet sich ursprünglich auch die Bezeichnung Iaido ab.
I-ai war ursprünglich also die Bezeichnung für Techniken, die im Sitzen (oder Knien) ihren Ausgang nahmen. Im Gegensatz zu jenen im Stehen (tachi-ai). Zusammenfassung: heute werden folgende Zeichen verwendet
Viele der alten Techniken dürften zuerst auch nur mit dem Kurzschwert (wakizashi) oder Breitmesser (tanto) ausgeführt worden sein, da innerhalb eines Hauses das Tragen von Langschwertern nicht gestattet war. Später ging man aus Gründen der Ausbildung und weil sich die Idee hinter dem Training verändert hatte dazu über, alle Techniken mit dem Langschwert zu üben und auch ausschließlich dieses im Training zu verwenden. Im Iai-jutsu, in dem nach wie vor eine Ausrichtung auf reale Kampf- situationen mit dem Schwert gegeben ist, werden anders als im Iai-do auch Kurzschwert- Techniken oder Techniken mit zwei Schwertern unterrichtet. Die ursprüngliche Motivation Schwertkampf zu studieren lag eben darin, effiziente Techniken zu erlernen, die eine schnelle und sichere Methode darstellten, einen (oder mehrere) Gegner zu töten. Iai-do dient heute Zwecken der Selbsterziehung und persönlichen Weiterentwicklung.
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