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Training |
Aikido / Iaido / Jodo / Taiso / Zazen
Das Training dieser mit PartnerInnen geübten Kampfkunst gliedert sich in der Regel in vier Phasen:
Atem- und Dehnungsübungen am Anfang bereiten den Körper auf fließende und dynamische Bewegungen vor. Die Intensität des Trainings kann dann ohne Gefahr und Frustration der TeilnehmerInnen gesteigert werden. Zum Ende des Trainings wird eine Rückkehr in den ruhigen und entspannten Zustand vom Anfang des Trainings angestrebt. Ausführlichere Information zum Trainingsaufbau finden sich auch in der Niederschrift einer von Wolfgang Fürst beim Trainerlehrgang 2004 geleiteten Arbeitsgruppe des Österreichischen Aikidoverbandes:
Geübt wird vorwiegend mit Übungsschwertern, sogenannten Iaitos, die aus Metall-Legierungen (meist mit Aluminium) bestehen und in Form, Festigkeit und Gewicht den japanischen Langschwertern (Katanas) entsprechen. Ein richtiges Schwert ist außerordentlich teuer und extrem scharf. Beides Attribute, die sich mit der Arbeit eines Anfängers nicht wirklich in Einklang bringen lassen. Daher wird meist erst nach vielen Jahren (wenn überhaupt) das nicht scharfe Iaito für bestimmte Übungsformen durch ein Katana ersetzt. Als Kleidung dienen die traditionellen Reithosen der Samurai (hakama) und Judo- oder Karateanzügen vergleichbare leichte Anzüge (keikogi) in dunkler Farbe (indigoblau oder schwarz). Der im Iaido verwendete Gürtel (obi) ist breiter als gewöhnlich, seine Farbe spielt keine Rolle. Anfänger sollten vor dem Erwerb von Ausrüstung einen erfahrenen Iaidoka oder Lehrer kontaktieren, da manche Geschäfte für Kampfkunst-Ausrüstung schlichtweg Ramsch verkaufen, der für eine ernsthafte Arbeit nicht geeignet ist. Am Anfang ist auch kein kostspieliges Iaito (ab ca. EUR 400,--) notwendig, sondern kann ein Holzschwert (bokken) verwendet werden (ab ca. EUR 35,--). Wer bei uns im EnShiro Dojo Wien beim Iaido schnuppern will, sollte in bequemer, unauffälliger Kleidung zum Training erscheinen und kann einen der kostenlos zur Verfügung stehenden Bokken benutzen. Das Training geht so vor sich, dass der Lehrer die zu erlernenden Techniken und Katas vorzeigt und erläutert und die Schüler versuchen, ihn nachzuahmen. Der Lehrer gibt den Rhythmus der Arbeit vor und korrigiert die Schüler einzeln oder in der Gesamtheit. Fortgeschrittene Schüler arbeiten nach den Vorgaben des Lehrers auch selbstständig, um die eigene Entwicklung voranzubringen.
Jodo ist eine japanische Kampfkunst, bei der man sich mit einem Stock gegen einen Angreifer mit einem Schwert verteidigt. Der Jo, ein Holzstock ist in der Regel 128 cm lang, besitzt einen Durchmesser von 2,4 bis 2,6 cm und wiegt 500 – 600 Gramm. Im EnShiro Dojo wird derzeit Zen Nippon Kendo Renmei Seitei Jodo unterrichtet. Das ist ein Zusammenstellung von 12 Katas, die von Shimizu Takaji Sensei und Nakajima Asakichi Sensei im Jahr 1969 der Öffentlichkeit und dem ZNKR präsentiert worden ist. Diese 12 Katas entstammen dem viel umfangreicheren Programm der Shindo Muso Ryu und wurden für die Studenten von Kendo, Iaido und Aikido vom letzten anerkannten Großmeister modifiziert. Sie werden als eine Einführung ins Jodo betrachtet.
Taiso bedeutet "den Körper stärken" und wird im Japanischen als Synonym für alle Arten von Gymnastik verwendet. Das Taiso im EnShiro Dojo beteht aus Komponenten von Hatha-Yoga, Qi-Gong, Aikitaiso, traditionellen Übungen der Rücken- und Haltungsgymnastik, zu Balance, Atmung und Dehnung. Der Bewegungsapparat wird strukturiert und gestärkt, Dehnung und Kräftigung werden bewirkt. Die Übungen können in verschiedener Intensität ausgeführt werden und sollen die TeilnehmerInnen nicht außer Atem bringen. Trotzdem wird der gesamte Körper gefordert. Zielgruppe sind auch Menschen die wenig oder gar nicht trainiert sind oder ältere Menschen sowie Leute, die etwas für sich tun wollen, denen Kampfkunst aber nicht liegt und Zazen körperlich zu wenig fordernd ist.
Die Übung besteht aus den Teilen
Alles zu seiner Zeit.
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