Budo - Ein weg zu dir

Erst betrachte dich im Spiegel, dann rede.
鏡を見て物を言え。 - Kagami o mite mono o ie.
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Aikido und Iaijutsu sind sogenannte Budodisziplinen. Aber was heißt das eigentlich?

Budo (japanisch: 武道, deutsch: Militär-Weg, Kriegskunstweg) ist der Oberbegriff für japanische Kampfkünste. Die Begriffe „Budo“ und „Bushido“ (Bushi=Krieger, Do=Weg ->Weg des Kriegers) dienen heute in erster Linie als Methode zur Selbstverwirklichung und Selbstkontrolle. Der Sinn liegt darin, den Weg in der jeweiligen Disziplin zu gehen, zu lernen und zu meistern.

Natürlich lernt man dabei sich z.B. im Aikido zu verteidigen oder im Iaijutsu mit einem Schwert zu schneiden. Wir kennen unsere Wurzeln. Doch sollte man nicht vergessen, dass die jeweilige Disziplin ein Mittel zum Zweck ist. Ein Krieger führt seinen Krieg schließlich nicht, um ewig zu kämpfen. Er führt ihn, um Frieden zu ermöglichen. Wer bereits das Glück hat in einem friedlichen Land zu wohnen wie wir, sollte mit seiner Existenz dazu beitragen, sein Umfeld besser und erfreulicher zu gestalten. Sonst hat “das Kämpfen” keinen Zweck.

Dojo - mehr als eine Sporthalle

Das Dojo (Do=Weg, Jo=Ort -> „Ort des Weges“) als Trainingsstätte ist dabei nicht nur eine Sporthalle. Es ist ein Ort des Respektes, der Höflichkeit und der Selbstdisziplin. Es gibt bei uns zwar keine Wettkampfregeln, aber es gibt die Regeln der Etikette (Umgangsformeln, Zeremoniell). Sie sollen ein friedliches und erfreuliches Miteinander ermöglichen. Und sie sie sollen ALLEN Schülerinnen und Schülern helfen ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu entwicklen.

Im Budo haben wir das Glück, dass wir anhand unserer Trainingspartner und Lehrer üben und lernen. Lernen ist ohne sie gar nicht möglich. Sie “borgen” uns dafür sogar ihren Körper. Und gerade weil es sich bei den Techniken oft um Techniken handelt, die einen Gegner tatsächlich beschädigen können, ist es notwendig sorgsam mit den Trainingspartnern und auch mit sich selber umzugehen. Was übrigens nicht heißt, das im es Training nicht ordentlich “zur Sache geht” und geschwitzt wird ;-).

Wer jedoch nur an dem reinen Ausprobieren seiner physischen Kräfte interessiert ist, ist sicher glücklicher wenn er oder sie Boxen geht. Wir unterrichten Kampfkunst, nicht Kampfsport!